Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover e.V.
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Jahresbericht 2017

Da der Verband am 3. Februar 1947 gegründet wurde, wurde das 70-jährige Bestehen zu Beginn des Jahres gebührend gefeiert. Nach der Hengstvorstellung fand in der Niedersachsenhalle in Verden ein Schaunachmittag statt. Zu Beginn der Veranstaltung wurden die zahlreichen Ehrengäste mit Kutschen von Mitgliedern des Stammbuches für Kaltblutpferde Niedersachsen in die Halle gefahren. Bei dieser Gelegenheit sprachen einige Ehrengäste Grußworte und gratulierten zum „70. Geburtstag“. Unter den Gratulanten war unter andern auch Herr Koshelev aus Russland, der dort eine Zucht von Deutschen Classic Ponys betreibt. Die Schaubilder wurden von Mitgliedern des Verbandes, von unterschiedlichen Interessengemeinschaften, von einigen benachbarten Verbänden und vom Landgestüt Celle aufgeführt.

An diesem Tag wurde auch die Chronik zur 70-jährigen Geschichte des Verbandes veröffentlicht. Für die Bereitstellung der zahlreichen Fotos und der Wortbeiträgen möchten wir uns bei unseren Mitglieder und den Bezirksvereinen bedanken.

Die weiteren Veranstaltungen wie z.B. Delegiertenversammlung, zentrale  Stutbuchaufnahme, Stuten- und Fohlenschauen,  Fohlenchampionat, Junghengstkörung und die Messe Pferd & Jagd verliefen durchweg erfolgreich.

Besonders zu erwähnen sind in diesem Jahr die im Sport erfolgreichen Ponys und deren Züchter. Bei den Pony-Europameisterschaften in Ungarn gingen 5 Ponys aus unserem Verband an den Start: „Be My Snowflake“; Züchter Joachim Völksen, Hannover, „Donevan“ Züchter Joachim Glienke, Platjenwerbe, „Elin´s Nonciscador“ Züchter Hans-Ludwig Knüppel, Ahlum, „Real Nice Boy“ Züchter Dagmar Spille, Stadland.

Bei den Weltmeisterschaften der Islandpferde in den Niederlanden belegte Frauke Schenzel mit Pferden aus eigener Zucht zwei erste, eine zweiten und einen dritten Platz: Weltmeister 5-Gang „Gustur v. Kronshof“, Weltmeisterin 7-jährige und ältere Stuten „Glodis v. Kronshof“, 2. Platz 6-jährige Stuten „Jodis v. Kronshof“, 3. Platz 5-jährige Hengste „Klakkur v. Kronshof“. Außerdem belegte Johanna Beuk mit „Merkur v. Birkenlund“ aus der Zucht von Barbara Frische, Grasberg den 5. Platz im 4-Gang.

Der 18-jährige Shetlandpony-Wallach „Ninjo“ aus der Zucht von Werner Bredehöft, Verden nahm an den Europameisterschaften der Mounted Games in England teil und belegte mit der Mannschaft den 6. Platz.

„Darion“ heißt der Sieger des 9. Bundesweiten Championats des Freizeitponys. Der Fjordhengst wurde von Heike Niederkrome, Loxstedt gezogen. Den zweiten Platz belegte das Reitpony „Gino Ginelle R“ aus der Zucht der Zuchtgemeinschaft Backen aus Liebenburg.

Die hannoverschen Farben auf den Weltmeisterschaften der Ponyfahrer wurden u. a. von Niels und Sven Kneifel, Wunstorf vertreten. Am Start waren die von Ihnen gezogenen „Manolo K“ und „Minnesota K“. Minnesota K hatte Sven selber in seinem Vierspänner angespannt. Außerdem waren noch weitere 6 hannoversche Ponys am Start.  

Abschließend sind noch der Bundeschampion der 4-jährigen Reitponyhengste „Coer Noble“ aus der Zucht von Angelika Löwer aus Cuxhagen und der Vize-Bundeschampion der 5-jährigen Dressurponys „Nike´s Newcomer“ zu erwähnen. Züchter von Nike´s Newcomer ist die Zuchtgemeinschaft Kuhlmann/Wesemann aus Langwedel.

Mit diesen Erfolgen haben hannoversche Ponys aus verschiedenen Rassen in den unterschiedlichsten Disziplinen im Sport ihre Vielseitigkeit und ihreQualitäten unter Beweisgestellt.

Beim Blick auf die Zahlen sind in allen Bereichen nur geringe Rückgänge festzustellen. 

Die Tendenz beim Gesamtpferdebestand (Tabelle 1) hält an. Der Rückgang ist mit 24 Pferden ist noch einmal geringer geworden (2014-123, 2015-46, 2016-36). Hierbei ist die Zahl der Stuten um 39 gesunken und die der Hengste um 15 angestiegen.

Tabelle 1 - Gesamtpferdebestand

Rasse Hannover Südhann.BS Lüneburg Stade Summe Summe Vorjahr
Hengste/Stuten H S H S H S H S H S H S
Am. Mini. Horse 0 0 0 0 1 0 0 0 1 0 1 0
Connemara 1 5 0 2 0 8 3 6 4 21 2 25
D.Classic P. 5 16 5 30 1 10 3 15 14 71 15 70
D.P.B.Shetl. 4 10 1 10 1 5 3 18 9 43 8 43
D.Reitpony 47 159 13 51 5 79 40 200 105 489 98 491
Dartmoor 0 1 0 0 1 6 1 1 2 8 2 7
Dülmener 0 0 0 0 3 11 0 0 3 11 3 12
Edelbluthafl. 2 6 1 4 0 3 3 23 6 36 4 39
Fellpony 0 1 0 0 0 0 0 0 0 1 0 2
Fjord 4 4 0 15 6 21 2 11 12 51 13 67
Haflinger 6 27 5 26 4 30 3 27 18 110 13 120
Isländer 25 106 10 32 52 219 23 87 110 444 113 460
Kiger Mustang 0 1 0 0 0 0 1 3 1 4 1 4
Kl.Reitpferd 3 14 0 1 0 5 1 13 4 33 1 36
Lewitzer 0 1 0 0 0 0 0 0 0 1 0 1
M.Marchard. 0 1 0 0 4 13 0 0 4 14 4 12
New Forest 0 6 1 2 2 17 10 10 13 35 11 38
Paso Fino 1 2 0 0 0 0 0 0 1 2 1 2
Paso Peruano 0 1 0 0 0 1 1 2 1 4 1 5
Shetl.P<87  12 46 9 17 0 8 12 58 33 129 30 130
Shetlandpony 5 17 2 8 2 12 11 38 20 75 18 71
Tinker 0 1 0 0 0 0 0 0 0 1 0 1
Welsh-A 4 8 2 2 0 1 3 10 9 21 8 12
Welsh-B 7 16 1 6 1 11 9 20 18 53 17 44
Welsh-C 0 0 0 0 0 0 1 2 1 2 1 3
Welsh-D 1 3 1 3 1 3 0 3 3 12 3 15
  127 452 51 209 84 463 130 547 392 1671 377 1710

Die Deutschen Reitponys haben mit 594 Tieren 5 dazugewonnen und Islandpferde haben 19 verloren so dass die Deutschen Reitponys nun 40 Zuchttiere mehr als die Islandpferde haben. Zusammen stellen sie mit 1148 Zuchtpferden wie im Vorjahr immer  noch 55,7 % des Gesamtpferdebestandes. Die Ponys mit einem Stockmaß unter 112 cm sind mit 395 Tieren vertreten und stellen damit 19,2 % das sind 0,7 % mehr als im Vorjahr. Reitponys, Islandpferde und die Ponys unter 112 cm machen mit 74,9 % wieder Dreiviertel der Gesamtpopulation aus. Die restlichen 25,1 % verteilen sich auf die übrigen Rassen: Haflinger/Edelbluthaflinger -8,2 %, Welsh-Ponys -5,8 %, Fjordpferd – 3,1 %, New Forest – 2,3 %, Connemara – 1,2 %, übrige Gangpferde 1,3 % und 3,2 % die anderen 7 Rassen.

Tabelle 2 Vorgestellte Fohlen pro Rasse

Rasse

Rasse Anzahl Fohlen

Vergleich z. Vorjahr

Islandpferd

255

- 11

Deutsches Reitpony

249

- 8

Shetland Pony < 87 cm

  46

- 36

Haflinger

  41

+ 7

Dt. Classic Pony

  36

-  5

Shetlandpony

  27

+ 6

Dt. Pb. Shetlandpony

  27

+ 8

Welsh – B

  22

- 1

Fjordpferd

  16

- 15

New Forest

  15

+ 5

Mangalarga Marchador

  13

+4

Welsh - A

  10

+ 8

Edelbluthaflinger

    8

- 3

Connemara

    4

- 6

Dülmener

    4

- 4

Welsh – D

    4

+/ - 0

Dartmoor

    3

+ 1

Paso Fino

    1

+/ - 0

Kiger Mustang

    1

+/ - 0

Paso Peruano

   0

- 3

Kl. Dt. Reitpferd

   0

- 1

Abstammungszertifikate

2

-1

Summe

 784

- 47


Die Zahl der Fohlen (Tabelle 2) hat um 47 abgenommen und ist mit 784 nah an der geschätzten Zahl von 800 für das Jahr 2017. Mit 255 Fohlen (32,5 %) war die Zahl der Islandpferde-Fohlen am größten. Die Reitponys folgen mit 249 Fohlen (31,7 %) knapp dahinter. Zusammen stellen sie mit 504 Fohlen 64,3 % aller registrierten Fohlen. Die Shetlandponys bilden mit 73 Fohlen, also 9,3 % die zweitgrößte Gruppe (Shetland 27, Shetland unter 87 cm 46), es folgen die Haflinger mit 46 Fohlen (5,9 %), die einen leichten Zuwachs verzeichnen können, die Deutschen Classic Pony sind mit 36 Fohlen gleichauf mit den Welsh-Ponys (jeweils 4,6%), danach rangieren die Deutschen Part-bred Shetlandponys mit 27 Fohlen (3,4 %), die Fjordpferde und die New Forest Ponys sind mit 16 bzw. 15 Fohlen nahezu gleichauf (ca. 2,0 %), die letzte Gruppe mit einer Zahl im zweistelligen Bereich sind die übrigen Gangpferde mit 14 Fohlen, wobei hier allein 13 auf die Rasse Mangalarga Marchador entfallen. Fasst man hier wie bei der Gesamtpferdezahl auch wieder die Ponys unter 112 cm Stockmaß zusammen, so stellen sie 17,6 % der Gesamtfohlenzahl. Mit den Islandpferden und den Reitponys zusammen sind es 81,9 % aller Fohlen.

Tabelle 4 - Zahl an Stuten, Fohlen und Bedeckungen

2011
2012
2013 2014 2015 2016 2017
neu eingetragene Stuten
408
380
364
358
342
337
291
registrierte Fohlen
1048
1034
907
815
878
831
779
Bedeckungen
1281
1218
1096
1048
1023
972
922

Betrachtet man im Zusammenhang mit der Zahl der Fohlen die Bedeckungen (Tabelle 4), so ist hier erfreulicher Weise festzustellen, dass die Zahl der Bedeckungen konstant geblieben ist (+ 2). Es ist für 2018 daher eine ähnliche Zahl Fohlen zu erwarten wie im Berichtsjahr.

Tabelle 3 Stutbucheintragungen

Rasse Total (S1, S2 ,V) 2016
Islandpferd  92 97
Deutsches Reitpony  85 98
Haflinger  16 16
Shetlandpony  14 14
Shetlandpony <87 cm  13 33
Kl. Dt. Reitpferd  12 13
Dt. Classic-Pony  11 8
Welsh – A  11 2
Welsh-B  10 11
Fjordpferd    9 14
Edelbluthaflinger    4 3
Welsh-D    4 2
Mangalarga Marchador    4 0
New Forest    3 8
Dt.Pb.Shetlandponys    3 11
Dartmoor    1 0
Connemara     0 3
Dülmener     0 3
Paso Peruano     0 1
Total  292 337

In Tabelle 3 mit den Zahlen der neu eingetragenen Stuten betrachtet ist eine ähnliche Verteilung wie beim Gesamtpferdebestand und bei den Fohlen zu erwarten.

Die Islandpferde mit 92 Stuten (31,5 %) und die Reitponys mit 85 Stuten (29,1 %) stellen insgesamt 60,6 % aller neu eingetragenen Stuten. Die Gruppe der Ponys unter 112 cm war mit 41 Stuten, also 14, 0 % vertreten. Zusammen stellen diese beiden Gruppen ähnlich wie bei der Gesamtpferdezahl fast Dreiviertel (74,6 %) der neu eingetragenen Stuten.

Insgesamt ist die Zahl der neu eingetragenen Stuten um 45 zurückgegangen. Die größten Rückgänge sind bei den Shetlandponys unter 87 cm mit – 20 und den Reitponys mit – 13 zu verzeichnen. Den größten Zuwachs können die Welsh-A mit 9 Stuten für sich in Anspruch nehmen.

Tabelle 5 Entwicklung des Mitgliederbestandes

Bezirksverein Stand Zugänge Stand Abgänge Stand
1.1.2017 2017 31.12.2017 2017 1.1.2018
Hannover 462 32 494 46 448
SHB 242 26 268 25 243
Lüneburg 351 30 381 38 343
Stade 468 35 503 50 453
Summe 1523 123 1646 159 1487

Die Entwicklung bei der Mitgliederzahl (Tabelle 5) ist ebenfalls positiv zu sehen. Betrug der Rückgang hier im Jahr 2016 noch 89 Mitglieder so sind es 2017 nur 36 Mitglieder. Der geringste Rückgang der letzten Jahre.

Alles in Allem ist die Entwicklung der statistischen Zahlen durchaus erfreulich, wenn auch nicht vergessen werden darf, dass die Zahlen noch nicht ansteigend, sondern die Rückgänge nur kleiner geworden sind.

Vor diesem Hintergrund ist es jetzt wichtig die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, um den Züchtern über das 70-jährige Bestehen des Verbandes hinaus weiterhin die Möglichkeit zu schaffen, zu bezahlbaren Konditionen, in einem attraktiven Verband, mit genügend großen Populationen ihrer Leidenschaft der Ponyzucht nachgehen zu können.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Verband finanziell stabil aufzustellen und ihn so zu organisieren, dass er auch in Zukunft effektiv arbeiten kann und für die Züchter ein attraktives Umfeld bietet.

Hierzu gehören selbstverständlich unterschiedliche Sparmaßnahmen. Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren die Arbeitsstunden der Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle sukzessive verringert, so dass nur noch Teilzeitkräfte beschäftigt sind. Dies war unter anderem durch die Erfahrung der zum Teil schon lange zum Verband zugehörigen Mitarbeiterinnen möglich.

Eine weitere Sparmöglichkeit ist die Zusammenlegung von Schauplätzen die schon seit Jahren konsequent verfolgt wird, um Zeit und Fahrkilometer einzusparen.

Die Übernahme von Hofterminen zur Registrierung von Fohlen durch Ehrenamtliche ist ein weiterer Baustein der Sparmaßnahmen.

Da die Teilnehmerzahl an der Hengstvorstellung in letzter Zeit immer geringer wurde, die Festkosten aber unverändert hoch blieben, wurde beschlossen 2018 keine zentrale Hengstvorstellung in Verden durchzuführen. Eine Maßnahme die notwendig war, da grundsätzlich Veranstaltungen, die die Kosten nicht decken, nach Möglichkeit vermieden werden sollten.

Wenn versucht wird auf möglichst vielen Gebieten zu sparen, das finanzielle Endergebnis aber dennoch nicht befriedigend ist, müssen weitere Maßnahmen in Erwägung gezogen werden.

Neben der Möglichkeit weitere Sponsoren zu finden, was schwierig sein wird, gibt es selbstverständlich die Option die Beiträge und Gebühren zu erhöhen. Ohne gravierende Änderungen in der Organisation und Struktur des Verbandes würde dies voraussichtlich zu sich immer wiederholenden Erhöhungen führen.

Es ist also an der Zeit über weitergehende Veränderungen nachzudenken. Hier sollte insbesondere an die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden nachgedacht werden. In der Wirtschaft ist es durchaus üblich, dass Unternehmen zusammenarbeiten oder sich sogar zusammenschließen, um schlagkräftiger und effizienter zu werden. Ein Modell das sicherlich auch auf Zuchtverbände zutreffen kann.

Alle Aspekte, die helfen die Ponyzucht in unserem Gebiet für die Züchter auf sicherere Füße zu stellen, müssen möglichst ohne zu viele Emotionen und Sentimentalitäten von allen Seiten objektiv beleuchtet werden. Hierzu ist die Mitarbeit der Mitglieder notwendig.

Letztendlich sind es die Mitglieder die entscheiden welcher Weg für die Zukunft eingeschlagen werden soll.

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