Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover e.V.
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Richtlinien für Jungzüchterwettbewerbe

Richtlinien für Jungzüchterwettbewerbe:    Stand   Feb. 2010 

Bezirksebene 

Eingangsklasse        6- 9 Jahre
Vormustern, auf der Dreiecksbahn vorführen, Theorie in Form von Fragebögen, wobei der Bogen durch den Richter mündlich einzeln abgeprüft und von ihm ausgefüllt wird.
(Kompensation mangelnder Lese -u. Schreibfähigkeit der jüngsten Teilnehmer)
 Außer Konkurrenz können nach Rücksprache Jüngere teilnehmen.

Jugendklasse          10 - 13 Jahre
Vormustern, Führen auf der Dreiecksbahn, Theorie in Form von Fragebögen 

Altersklasse            14 - 25 Jahre
Vormustern, auf der Dreiecksbahn vorführen, Theorie in Form von Fragebögen
Beurteilung eines deutschen Reitponys—Beurteilung nach Kommissionsgrundlagen
Die Beurteilung wird als getrennter Wettbewerb durchgeführt, die Wertnote fließt in die Endbewertung des Jungzüchterwettbewerbes ein.
Am Tag der Veranstaltung wurde ein Pony von den Jungzüchterrichtern beispielhaft vorbeurteilt, ein zweites dann gemeinsam mit den Jungzüchtern . Die Ponys werden am Tag der Veranstaltung ausgelost oder von den Richtern ausgewählt.

Landesebene

Die Landesmeisterschaft wird in Adelheidsdorf am Tag nach der Staatsprämienauswahl durchgeführt.
Die Bezirksvereine organisieren den Ablauf des Wettbewerbs. (Rotation)

Theorie:
Die Fragebögen werden vom Verband gestellt und ausgewertet. 

Einzelwettbewerb:
In den Altersklassen 10-13 und 14 – 25 Jahre kann jeder Bezirksverein je 5 Starter benennen.
Sieger und Platzierte der letzten Bezirksentscheide werden bevorzugt berücksichtigt.
Das Stammbuch für Kaltblutpferde Niedersachsen e. V. kann ebenfalls eine Mannschaft mit 5 Startern entsenden( Altersklasse 10 – 25 Jahre, eigener Fragebogen).
Richter dürfen keine eigenen Kinder im Wettbewerb haben und sollten möglichst nicht aus den eigenen Ponyreihen kommen.
Die Reitponys für den Beurteilungswettbewerb werden am Tag der Veranstaltung vom Richterteam ausgewählt. Der Wettbewerb wird als eigenständiger Wettbewerb durchgeführt und ist für die Starter der Altersgruppe 14 – 25 Pflicht (Wertung fließt dort in die Landesmeisterschaft ein). 

Mannschaftswettbewerb ( „Robert Kühn“ Pokal):
Für den Mannschaftswettbewerb werden die besten vier Vorführnoten aus dem Mustern je Bezirksverein, bzw. Kaltblutstammbuch gewertet. 

Sonderehrenpreis „ bester Vorführer/ beste Vorführerin“
wird unter allen Teilnehmern am Mustern auf der Dreiecksbahn ermittelt ( Wertnote)

Allgemeine Bedingungen

Startberechtigt sind Pony- und Kleinpferderassen, die durch den Verband der Pony - u. Kleinpferdezüchter vertreten werden und Kaltblutrassen, die das Stammbuch für Kaltblutpferde Niedersachsen e. V. vertritt.
Ponys - u. Kleinpferde sowie Kaltblüter müssen mindestens dreijährig sein.
Stuten und Wallache sind grundsätzlich zugelassen, Hengste können nur mit Ausnahmegenehmigung des Veranstalters teilnehmen.
Auch Ponys ohne Papiere sind startberechtigt, sofern sie unter 1,48 m Stockmaß liegen.
Entsprechendes gilt für Kaltblüter.
Das Größenverhältnis   Vorführer  -  Pony   spielt bei einem Jungzüchterwettbewerb des Verbandes der Pony - und Kleinpferdezüchter Hannover e. V. keine Rolle!! 

Ein eventuelles Rasieren der Tasthaare im Gesicht eines Ponys / Kaltblüters oder das Ausrasieren der Ohren führt zum Ausschluss von der Veranstaltung!!

Allgemeine Information Jungzüchter  ( überarbeitete Version  Februar 2010) 

Das Vorführen(gilt auch für Kaltblüter)

  1. Das Pony wird auf Trense geführt. Der Zügel liegt, durch den Zeigefinger geteilt, in der rechten Hand. Die Zügelenden sind auseinandergeschnallt. Sollte das Pony sich einmal losreißen, kann es nicht in die Zügel hineintreten.
    Einfache Halfter sind nicht gestattet, es besteht aber die Möglichkeit mit einem Zughalftervorzuführen. Hier hat man nur eine Leine ( niemals um die Hand wickeln !), die locker und nicht anstehend geführt wird.
    In beiden Fällen sollte das Pony darauf trainiert sein, dass man den Zügel etwas länger halten kann, damit das Tier sich im Trab freier entfalten und z. B. auch den Halsbogen schön wölben kann.
    Den Zügel 10 cm hinter dem Kinn zu fassen empfiehlt sich nicht, da man so den Kopf des Ponys hochdrückt und dadurch eine Gegenbewegung provoziert. Der Hals würde dann in Richtung eines Hirschhalses durchgedrückt, das führt zu einem Wegdrücken des Rückens und sieht sehr verkrampft und keinesfalls harmonisch aus.
    Heftigere Ponys kann man bremsen, indem man die linke Hand auf Augenhöhe vor den Pferdekopf hebt. Dieses Bremsen ist z. B. vor den Ecken sinnvoll, aber nicht auf der gesamten Strecke.
     

  2. Durch die Mitte der Dreiecksbahn kommt man im Schritt gerade auf die Richter zu.
    Tipp: Schaut den Richtern ins Gesicht, nicht auf den Boden! Das hilft, geradeaus zu gehen.
     

  3. Vor den Richtern befindet sich eine Musterungsstange. Hier wird das Pony zuerst mit dem Kopf nach links( aus Sicht der Richter) aufgestellt.
    Die Musterungsstange befindet sich zwischen Pony und Richter.
    Ganz wichtig bei der Aufstellung: Hände weg vom Pferdekopf!!
    Der Jungzüchter steht vor dem Pony. Bei Führung auf Trense werden die Zügel geteilt.
    Tipp: Atmet selbst tief und ruhig, das überträgt sich auf die Pferde und sie werden besser stehen. Lächelt – das entkrampft!
     

  4. Das Pony wird zum Richter hin „ offen“ aufgestellt. Die Richter müssen auch die von ihm abgewandten Beine sehen können.
    Steht ein Pony nicht gut, so korrigiert man immer nach vorn. Kommt das Pony dabei zu weit nach vorne, so muss es gewendet und erneut aufgestellt werden.
    Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass man das Pony von sich weg dreht, da es sonst in der engen Wendung auf den Führer zu, ihm auf die Füße treten könnte.
    Nicht so gut ist es, das Pony zurück zurichten. Das geht nur, wenn man es danach wieder vortreten lässt. Sonst ist es kurz zusammengeschoben und kann in dieser Stellung nicht so gut beurteilt werden. Die Proportionen sind dann verschoben.
     

  5. Bei der Aufstellung wird nach der Abstammung des Ponys gefragt. Man erwartet hier eine freundliche, sichere Antwort, kein roboterhaftes Herunterrasseln der Abstammung.
    Hat das Pony keine Abstammung, so sagt man dieses und äußert die Rasse, der es optisch am nächsten kommt.
     

  6. Nach Weisung der Richter kommt nun die Schrittstrecke ( halbe Bahn). Man geht auf der rechten Hand und fasst auch hier das Pony nicht zu kurz.
    Das Pony soll locker und raumgreifend schreiten, nicht trippeln.
    Die Hinterhufe sollen über die Spur der Vorderfüße hinaustreten.
    Tipp: Aus den Augenwinkeln kann man beobachten, wenn das Pferd den Kopf leicht senkt, d. h. im Schritt im Takt mit dem Kopf wippt.     Das zeigt, dass es locker neben dem Führer hergeht.
     

  7. Wieder beim Richter angekommen, geht es nun auf der rechten Hand auf die ganze Bahn im Trab.
    An den Ecken ist es ganz wichtig, d e u t l i c h   langsamer zu werden oder sogar ganz zum Schritt durchzuparieren und an der nächsten langen Seite den Trab vom Fleck weg mit viel Schub neu zu entfalten. Läuft der Führer in der gleichen Geschwindigkeit wie auf der langen Seite um die Ecke, so hat er den längeren Weg. Das Pony wird dadurch zu schnell und läuft dem Führer an der nächsten langen Seite davon. Dieser braucht dann zu lange, bis er wieder eine Einheit mit seinem Pony bildet. Die lange Seite ist dann in der Regel vorbei und die Chance, sein Pony in optimalem Trab zu präsentieren, vertan.
    Galoppiert das Pony an, durchparieren und neu starten.
    Bitte auf ruhige Einwirkung achten, nicht an den Zügeln reißen! Das gibt Minuspunkte.
    Ist man erneut bei den Richtern angekommen, stellt man kurz das Pony nach rechts( aus Sicht der Richter) auf und verlässt die Bahn.

Die Vorführbahn:
1 gerade auf die Richter zu, Aufstellung nach links an der Musterungsstange und anschließend Schrittstrecke, rechte Hand
2 Trabstrecke, rechte Hand und Aufstellung nach rechts. Bahn verlassen

Das Outfit des Jungzüchters

Verband der Pony - u. Kleinpferdezüchter Hannover  in den Vorführfarben gelb - schwarz
Stammbuch für Kaltblutzüchter Niedersachsen e. V.                   bordeauxrot - schwarz

Verband der Pony- u. Kleinpferdezüchter:

  • gelbes Polo-Hemd, T - Shirt oder Sweatshirt
    wobei nur das Sweatshirt über der Hose getragen wird. Bei den beiden anderen Varianten wählt man einen schwarzen Gürtel, der bei den eingesteckten Hemden dann als optisch gut Verbindung wirkt. Unter den Shirts sollte eine weiße Bluse mit Kragen getragen werden. Das sieht am Hals besser aus.

  • eine schwarze Hose, allerdings ausreichend lang , keine Caprihose oder übertriebene Schlaghose.

  • weiße Handschuhe

  • schwarze Laufschuhe, keine Reitstiefel. Sie sind zu steif und die Sohle ist zu glatt.
    Auch die Socken sollten passend schwarz gewählt werden.

  • keine eigene Gerte, ein eigener Peitschenführer kann jedoch mitgebracht werden.
    (Wir stellen in diesem Wettbewerb aus Sicherheitsgründen keinen Peitschenführer)

  • während der Prüfung wird keine Kopfbedeckung getragen , auch nicht die Verbandsmütze.

  • Lange , offene Haare sollten z. B. zu einem Zopf geflochten sein.

  • kein übertriebener Schmuck, wie Armbänder, Ohrringe usw. , wegen der Verletzungsgefahr.

Das Outfit des Ponys oder Kleinpferdes 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Vorführzäume, wobei das einfache Stallhalfter nicht gestattet ist. Lediglich das Vorführzughalfter kann Verwendung finden.(Bei Kaltblutpferden nicht zu empfehlen)
Die Regel ist die einfache Trense mit Wassertrensenmundstück einfach oder doppelt gebrochen, ohne Nasenriemen.
Reitzäume mit kombiniertem oder hannoverschem Sperrhalfter sollten beim Vorführen keine Verwendung finden und gäben Punktabzug.
Manche Schautrensen haben ein englisches Sperrhalfter. Das sieht bei manchen Pferden optisch besser aus ( z. B. bei langen Köpfen)
Allerdings darf das englische Sperrhalfter nicht die kleine Lederschlaufe für den Pullerriemen haben!
Manche Rassen, wie z. B. der Haflinger, haben spezielle Vorführtrensen. Diese dürfen dann aber nur für die entsprechende Rasse genommen werden.
Kaltblüter haben den Reitzäumen entsprechende weiße Vorführtrensen. Sie sind gestattet, auch mit Sperrriemen.
!!! Die sogenannte „Welshvorführtrense“ mit Hufeisengebiss ist eine englische Schautrense und nicht auf eine Rasse begrenzt! Sie wird in England für alle Pony - und Kleinpferderassen sogar für Kaltblüter benutzt!
Allerdings ist dieses Hufeisengebiss, besonders für kleinere Rassen nicht empfehlenswert, da es viel zu monströs wirkt.
Tipp: Je weniger Leder am Kopf, desto besser. Schließlich soll das Pony wirken und nicht sein Zubehör.
Selbstverständlich müssen die Trensen geputzt und in einwandfreiem Zustand sein.
Alle Riemen müssen durch die dazugehörigen Verschnallungen gesteckt sein. Auf die gleiche Höhe der Verschlüsse achten.
Zum Herausgebrachtsein gehört auch der Pflege - und Futterzustand des Ponys:
Erwartet wird ein gut genährtes, aber nicht verfettetes Pony, das gut geputzt und glänzend vor den Richtern steht. Entsprechendes gilt für Kaltblutpferde.
Mähne und Schweif sind gewaschen und verlesen, fallen locker. Bei manchen Rassen werden Mähnenzöpfe erwartet, die sauber frisiert sein sollten.
Die Hufe werden in gutem Pflege- und / oder Beschlagszustand präsentiert.
Auf Grasplätzen empfiehlt es sich, die Hufe gewaschen( in jedem Fall) und gefettet den Richtern vorzustellen.
Auf Sandplätzen ist fetten nicht sinnvoll, da die ganze Erde dann an den Hufen klebt. 

Schwarzer Huflack ist nicht erlaubt, er schadet dem Huf!
Das Entfernen ( rasieren) von Tasthaaren und das Ausrasieren der Ohren führt zum Ausschluss von der Veranstaltung, da es einen Akt der Tierquälerei darstellt. 

Ponys ohne Abstammung werden entsprechend der Rasse vorgestellt, die ihre äußere Erscheinung vermuten lässt. 

Das Pony oder auch das Kleinpferd wird seiner Rasse entsprechend herausgebracht und Zuchtschauen entsprechend vorgestellt! 

Hierfür gibt es Rasserichtlinien.
Entsprechendes gilt für Kaltblutpferde
 

Ponys und Kleinpferde werden ihrer Rasse entsprechend für eine Schau herausgebracht.
Dafür gibt es Rasserichtlinien
 

Schaumäßig bedeutet:

Deutsches Reitpony, Kleines Reitpferd, New Forest:
Mähne zu Zöpfen eingeflochten, Schweif frisiert. Dieser kann aus Gründen des Tierschutzes im oberen Bereich geflochten sein.
(Bei Tieren, die sonst ausschließlich Zuchtstuten und Weidepferde sind, kann auf das Kürzen der Mähne verzichtet werden. Statt vieler kleiner Zöpfe ist dann ein langer Zopf akkurat am Mähnenkamm entlang geflochten möglich.)

Welshponys ( alle Sektionen):
offenes Mähnenhaar, gut durchgebürstet, aber nicht eingeflochten. Der Schweif soll verlesen sein und locker fallen
! Auch turniermäßig genutzte Welsh B Ponys werden nicht eingeflochten, sondern mit offener (eventuell dann kurzer ) Mähne vorgestellt.

Haflinger:
offenes, gepflegtes Langhaar, gut durchgebürstet, aber nicht verzogen
Zopf und Flechtmuster jeder Art sind nicht gestattet.

Islandpferd:
offenes, gepflegtes Langhaar, gut durchgebürstet, aber nicht verzogen 

Fjordpferd:
offener unfrisierter Schweif mit Ponydach, verlesen. Die Mähne wird dänisch oder norwegisch als Stehmähne gezeigt.
Da aber auch der Rassestandard in der Zwischenzeit auf die Stehmähne in seinem Text verzichtet, gäbe eine gut gepflegte Langmähne bei einem Jungzüchterwettbewerb keinen Punktabzug ( Tierschutz) 

Shetlandpony, Shetland unter 87 cm, Partbred- Shetlandpony und Deutsches Classicpony :
offenes, gepflegtes Langhaar, gut durchgebürstet, aber nicht verzogen 

Connemara, Dartmoor, Highlandpony, PoA, Fellpony, Tinker, Paso Peruano, Mangalarga Marchador
offenes, gepflegtes Langhaar, gut durchgebürstet, aber nicht verzogen.

Das Spektrum , der zu vertretenden Rassen erweitert sich ständig und wird entsprechend aktualisiert

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Vor den Höfen 32, 31303 Burgdorf
Tel. (0 51 36) 97 03 90-3, Fax -97 04 53-4
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