Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover e.V.
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Jahresbericht 2008

Wie im Jahr 2007 kann auch 2008 wieder auf herausragende Erfolge von hannoverschen Ponys zurückgeblickt werden, wie z. b. ein Bundeschampion und drei weitere Plätze auf dem Treppchen. Das nach Ranglistenpunkten erfolgreichste Pony in der Dressur kommt auch dieses Jahr wieder aus unserem Verband und auf dem vierten Platz ist schon das nächste. Bei den Springponys ist ein Pony unter den Top 10 und acht weitere unter den besten 100. In der Liste der Fahrponys ist ein Vertreter unseres Verbandes unter den besten 10.

Auch auf diversen Zuchtschauen belegen die guten Platzierungen die Qualität unserer Ponys. Da in einem Verband, der aktiv ist, der weiter auf hohem Niveau arbeiten will und dessen Züchter Erfolge haben wollen, Veränderungen notwendig sind, wurde von den Mitgliedern beschlossen die Stutbucheintragungen im Ablauf zu ändern. Die neue Form Ende Mai/Anfang Juni, eine Eintragung mit Freilaufen, vor der normalen Sommertour brachte Vorteile für die Kommissionen und die Stuten. Die Beurteilungskommissionen konnten die Stuten an der Hand und im Freilaufen mit Galopp sehen und die Stuten hatten mehr Zeit sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Die nur zwei Wochen nach dem letzten Aufnahmetermin durchgeführte Staatsprämienstutenauswahl rundete das Bild durch sehr gleichmäßige Qualität ab.

Eine weitere Neuerung bei einer Zuchtveranstaltung war die Verkürzung der Junghengstkörung im Oktober auf einen Tag. Neben dem Vorteil alle Rassen an einem Tag präsentieren zu können, darf auch der positive finanzielle Effekt nicht vernachlässigt werden. Gerade der finanzielle Aspekt prägte die Verbandsarbeit in diesem Jahr deutlich. Die nach der Delegiertenversammlung geforderten Sparmaßnahmen waren bei allem Handeln gegenwärtig. Bei der durch die Finanzprüfungskommission durchgeführten Analyse wurden alle Tätigkeiten des Verbandes bzw. seiner Mitarbeiter bis ins Detail untersucht. Vor dem Hintergrund sinkender Mitglieder und Zuchttierzahlen gilt es nun einen Kompromiss zu finden zwischen sinnvollen Sparmassnahmen und notwendigen Aufwendungen um sich am Markt behaupten zu können und seinen Mitgliedern einen kompetenten, zeitgemäß arbeitenden Verband bieten zu können. Die Ergebnisse dieser Überlegungen werden 2009 vorgestellt. Hierbei finden natürlich die statistischen Zahlen für 2008 Berücksichtigung.

In Tabelle 1 sind die Zahlen an Stuten, Fohlen und Bedeckungen dargestellt. Der Rückgang bei den neu eingetragenen Stuten (-14) und den Fohlen (-32) ist erfreulicherweise nicht sehr hoch und bei den Bedeckungen ist sogar ein Zuwachs von 101 zu verzeichnen. Diese Zahlen geben keinen Anlass den Kopf hängen zu lassen, aber sie sollten auch keine Jubelstürme auslösen. Die Decksaison war bereits abgeschlossen bevor die Bankenkrise das bestimmende Thema wurde. Für 2009 sind bei den Fohlen noch zufrieden stellende Zahlen zu erwarten, doch wie es weitergeht ist zurzeit nicht vorhersehbar. Bei der Entwicklung des Mitgliederbestandes in Tabelle 2 sieht es im Vergleich zu den Pferdezahlen bedenklicher aus. Es sind genau doppelt so viele Austritte wie Neu-Eintritte zu verzeichnen.

Tabelle 1 - Zahl an Stuten, Fohlen und Bedeckungen

  2004 2005 2006 2007 2008
neu eingetragene Stuten   465   455   412   430   416
registrierte Fohlen 1261 1305 1234 1244 1212
Bedeckungen 1911 1824 1621 1738 1839


Tabelle 2 - Entwicklung des Mitgliederbestandes

Bezirksverein Stand 01.01.08 Zugänge 08 Stand 31.12.08 Abgänge 08 Stand 01.01.09
Hannover  635 42 677 76 601
SHB 339 16 355 44 311
Lüneburg 527 47 574 72 502
Stade 722 37 759 92 667
Summe 2223 142 2365 284 2081


Nachdem die ersten Zahlen die allgemeine Tendenz angeben, sollten bei den nächsten Auflistungen die Entwicklungen bei den einzelnen Rassen betrachtet werden. Bei den Stutbucheintragungen (Tabelle 3) ist die Rasse Deutsches Reitpony mit 120 Stuten die stärkste Gruppe vor den Islandpferden mit 116 Stuten. In 2007 wurden noch mehr Islandpferde eingetragen als Reitponys. Bei den anderen Rassen sind nur geringe Veränderungen gegenüber dem Vorjahr festzustellen. Die Tabelle 4 gibt Aufschluss über die registrierten Fohlen pro Rasse. Hier sind die Islandpferde mit 377 Fohlen an erster Stelle vor den deutschen Reitponys mit 358. Bei den Islandpferden ist seit längerem erstmals ein leichter Rückgang festzustellen wogegen bei den Reitponys eine kleine Zunahme registriert werden kann. Deutlich ist das Minus bei den Haflingern (-34). Das sind 31,2 % weniger im Vergleich zum Vorjahr. Gerade bei der Fohlenzahl der Haflinger muss aber auch berücksichtigt werden, dass im Berichtsjahr erstmals Fohlen als Edelbluthaflinger (+22) aufgenommen wurden. Nennenswerte Zuwächse in Prozent im Vergleich zur Anzahl des letzten Jahres können noch die WB mit +20,68%, die New Forest mit 20 % und die Dt. Classic Ponys mit 18,75 % verzeichnen.

Tabelle 3 - Stutbucheintragungen

Rasse S1 S2 V Total
Deutsches Reitpony 100 10 10 120
Islandpferd 116 - - 116
Haflinger 38 - - 38
D. Classic Pony 22 - - 22
Shetlandpony 17 1 - 18
Shetlandpony <87 cm 17 - - 17
New Forest 14 - - 14
D.PB.Shetlandpony 10 - 2 12
Welsh-B 11 - - 11
Fjordpferd 10 - - 10
Welsh-A 8 - - 8
Kl.Dt. Reitpferd 6 1 - 7
Connemara 5 - - 5
Dartmoor 4 - - 4
Mangalarga March 3 - - 3
Paso Peruano 2 - - 2
Welsh-D 2 - - 2
Edelbluthaflinger 1 1 - 2
Dülmener 1 - - 1
Fellpony 1 - - 1
Hackney Pony 1 - - 1
Pony of the Americas 1 - - 1
Tinker 1 - - 1
Total 391 13 12 416
Prozent 93,99% 3,13% 2,88% 100,00%


Tabelle 4 - Vorgestellte Fohlen pro Rasse

Rasse Anzahl Fohlen Prozent Vergleich z. Vorjahr
Islandpferd
377
31,11
-  18
Deutsches Reitpony
358
29,54
13
Haflinger
75
  6,19
 - 34
C. Classic Pony
57
  4,70
 +  9
D. PB. Shetlandpony
54
  4,46
  -  3
Shetland Pony <87 cm
46
  3,80
   - 2
Welsh-B
35
  2,89
  + 6
Fjordpferd
30
  2,48
  - 2
Welsh-A
26
  2,15
  - 1
New Forest
24
  1,98
 + 4
Shetlandpony
23
  1,89
  - 1
Edelbluthaflinger
22
  1,82
22
Connemara
10
  0,83
   - 2
Welsh-D
 8
  0,66
   - 2
Paso Peruano
6
  0,49
  + 1
Dülmener
5
  0,41
   - 1
Mangalarga Marchador
5
  0,41
  + 1
Dartmoor
4
  0,33
  + 3
Welsh-C
3
  0,25
  + 1
Hackney Pony
2
  0,16
   - 1
Tarpan
2
  0,16
   - 1
Aegidienberger
1
  0,08
   +1
Fellpolny
1
  0,08
  + 1
Kl. Deutsches Reitpferd
1
  0,08
  + 1
Pony of the Americas
1
  0,08
  + 1
Tinker
1
  0,08
  + 1
Ohne Rasse/grüner Pass
35
  2,89
 - 26
Summe
1212
100
 - 22


Für Fohlen ohne Rassebezeichnung wurden 26 grüne Pässe weniger (-42,63%) als 2007 ausgestellt. Bei der Anzahl Fohlen die pro Rasse geboren werden hat es in den letzten 15 Jahren eine deutliche Veränderung gegeben. Die Islandfohlen machten 1993 nur 18,55 % aller Fohlen aus, wogegen sie mit 31,11 % 2008 die meisten waren. 30,06 % der Fohlen kamen 1993 aus der Rasse der Deutschen Reitponys, 2008 waren es noch 29,54 %, was keine markante Änderung bedeutet. Die Shetlandponys, die 1993 noch nicht in Partbred und Classicponys unterteilt waren stellten 12,44 % aller Fohlen. Die gleiche Gruppe bildet im Berichtsjahr 14,85% der Fohlen.

Die deutlichste Veränderung ist bei den Haflingern festzuhalten. Der Prozentsatz an Haflingerfohlen von der Gesamtfohlenzahl sank von 23,25% im Jahr 1993 auf 6,19% im Berichtsjahr. Beim Gesamtpferdebestand (Tab. 5) sind die Veränderungen bezüglich der Rasseverteilung ähnlich wie bei den Fohlen. Das Reitpony ist beim Gesamtpferdebestand allerdings mit 26,86% um 0,72% vor dem Islandpferd. Der Anteil des Islandpferdes an der Gesamtpopulation hat in den letzten 15 Jahren um 10,53% zugenommen, der des Reitponys um -2,78% abgenommen. Bei den Shetlandponys (alle) ist der Anteil um 2,36% auf 15,14% angestiegen. Die Haflingerpopulation bildet 2008 11,85% weniger als 1993.

Tabelle 5 - Pferdebestand nach Bezirksvereinen

Hannover
Südhann.BS
Lüneburg
Stade
Summe
Vorjahr
H
S
H
S
S
H
S
S
H
S
Fjord
2
4
1
18
4
32
3
25
10
70
13
80
Haflinger
8
92
9
59
6
68
9
109
32
328
33
360
Isländer
27
135
17
70
53
328
20
144
117
677
112
654
M.Marchard.
1
0
1
4
3
10
0
0
5
14
3
14
P.Peruano
1
5
2
3
1
3
0
3
4
14
4
14
Connemara
0
3
2
3
4
14
3
9
9
29
8
32
Dartmoor
3
2
0
2
2
7
0
0
5
11
3
8
D.Reitpony
52
270
5
63
14
125
38
249
109
707
104
735
New Forest
2
10
4
4
4
43
7
23
17
80
16
78
Welsh-A
7
14
1
7
1
5
5
17
14
43
15
47
Welsh-B
14
38
1
6
2
18
6
27
23
89
24
92
Welsh-C
1
2
0
1
0
0
2
3
3
6
2
9
Welsh-D
4
10
4
8
3
5
1
10
12
33
11
36
Veredler u.Spezialrass.
2
13
0
1
4
16
5
14
11
44
12
39
Kl.Reitpferd
0
6
0
0
0
1
2
6
2
13
2
15
Shetl.pony
8
37
2
12
8
36
6
28
24
113
24
111
Shetl.P<87 
13
43
4
17
1
5
5
21
23
86
31
95
D.P.B.Shetl.
5
49
0
13
3
23
3
31
11
116
13
130
D.Classic P.
4
15
11
36
3
5
2
11
20
67
23
74
Hackney P.
0
0
1
5
1
1
0
0
2
6
1
5
Dülmener
0
0
0
0
1
6
0
0
1
6
1
6
Fellpony
0
0
0
1
1
0
2
1
3
2
1
1
Tinker
2
1
1
0
0
2
0
0
3
3
3
2
Highland P.
0
0
1
3
0
0
0
0
0
3
1
3
American Minat.Horse
0
0
0
3
0
0
0
0
1
3
1
2
Konik
1
0
0
0
0
1
0
1
1
2
0
0
Tarpan
0
1
0
0
0
1
0
0
0
2
1
6
Quart.Horse
0
1
0
0
0
1
0
0
0
2
0
1
Edelbluthafl.
0
0
0
0
0
0
0
2
0
2
0
0
Aegidienb.
0
1
0
1
0
0
0
0
0
2
0
0
Pony of the Americas
0
0
0
0
1
1
0
0
1
1
1
0
Pura Raza Pura Raza Espanola
0
0
0
0
0
0
1
0
1
0
1
0
Summe
157
752
67
340
120
748
120
734
464
2574
464
2649

Insgesamt über alle Rassen ist die Zahl der eingetragenen Hengste gleich geblieben und die der Stuten nur um 75 gesunken, das entspricht einem Rückgang der eingetragenen Zuchttiere von nur 2,5%. Es ist also festzustellen, dass der größte Rückgang mit 6,4% in unserem Verband bei den Mitgliedern zu verzeichnen ist. (Bedeckungen + 5,8%, Fohlen -2,6%, Stutbuchaufnahmen -3,3%, Hengstbestand +-0%, Stutenbestand -2,8%).

Es muss attraktive Angebote geben und das Zusammengehörigkeitsgefühl muss gestärkt werden. In 2009 gibt es z.B. interessante Veranstaltungen wo Sie sich mit ihren Zuchtprodukten messen können. Neben den routinemäßigen Schauen wird im August in Steyerberg erstmals ein Fohlenchampionat für alle Rassen durchgeführt. Schon zwei Wochen später findet die nur alle 4 Jahre stattfindende Landesponyschau in Verden im Rahmen der Verdiana statt. Diese Veranstaltungen sollten nicht nur dazu genutzt werden um mit den Zuchttieren gegeneinander anzutreten sondern auch um im Umfeld Gespräche zu führen, Kontakte zu knüpfen und als Mitglieder eines Verbandes miteinander zu sprechen. Wenn die Zeiten etwas schwieriger werden kann der Spaß an der Ponyzucht, der züchterische Erfolg und der bei der Vermarktung nur zusammen in und mit einem Verband funktionieren, der von der Gemeinschaft der Mitglieder getragen wird.

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