Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover e.V.
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Jahresbericht 2007

Im Jahr des 60 jährigen Bestehen des Verbandes konnten sich die Produkte unserer Züchter immer wieder national wie international hervorragend in Szene setzen. Angefangen beim Bundeschampion der 3 jährigen Hengste über das nach Ranglistenpunkten erfolgreichste Dressurponys Deutschlands, den Siegern in Leistungsprüfungen, den Vizeweltmeistern bei den Islandpferden bis hin zu den im In- und Ausland (z.B. USA und Frankreich) im Sport erfolgreichen Ponys, immer wieder machten hannoversche Ponys aller Rassen von sich reden.

Die Tatsache, dass die Ponys gezeigt werden, egal ob auf Zuchtschauen oder im Sport erfolgreich sind steigert automatisch auch die Nachfrage. Als Beispiel seien nur die 10 Ponys genannt, die im Rahmen der „Pony-Open Sales“ insgesamt für mehr als 120.000,- € verkauft wurden. Auf die Vermarktung muss weiterhin ein großes Augenmerk gelegt werden, damit durch den Verkauf der Zuchtprodukte der Züchter motiviert ist weiter zu züchten, wodurch gleichzeitig auch die Qualität der hannoverschen Ponys weiter gefestigt und verbessert wird.

Der Bereich der Vermarktung ist auch als ein großes Aufgabengebiet der Interessengemeinschaften der unterschiedlichen Rassen zu sehen. Sie können die Ponys auf ihren Veranstaltungen den Außenstehenden nahe bringen und die Vorzüge der jeweiligen Rasse darstellen. Als Gemeinschaft aus aktiven Züchtern und Liebhabern der jeweiligen Rasse können sie dem Kaufinteressenten die ganze Palette vom Fohlen bis zum ausgebildeten volljährigen Pferd anbieten. Diese Chance sollte in Zukunft vermehrt genutzt werden.

Neben den Erfolgen die das Jahr 2007 prägten ist besonders auch der Beschluss der Delegierten festzuhalten, demzufolge der Tätigkeitsbereich des Verbandes in Zukunft auf das ganze Bundesgebiet sowie andere Mitgliedsstaaten der EU ausgeweitet werden kann. Hiermit wurde zum einen auf die zahlreichen Anfragen nach Mitgliedschaft und Eintragung von Hengsten aus anderen Bundesländern reagiert und zum anderen wurde die Möglichkeit geschaffen auf die sich möglicherweise verändernde Zuchtlandschaft in Deutschland schnell und flexibel reagieren zu können. Ein Beschluss mit Blick in die Zukunft.

Wenn man in der Jahresstatistik die Zahlen der eingetragenen Stuten, der registrierten Fohlen und der Bedeckungen (Tab. 1) betrachtet, kann man für die Zukunft zunächst auch nur Gutes hoffen. In allen drei Punkten sind Zuwächse zu verzeichnen. Leider ist dies nicht so bei der Entwicklung des Mitgliederbestandes (Tab. 2) Es sind genau 100 Mitglieder weniger, wenn man den 1. Januar 2007 und 2008 vergleicht. Es ist allerdings der geringste Rückgang der letzten vier Jahre, was optimistisch stimmt. Der Rückgang um 299 bei den eingetragenen Zuchttieren ist allerdings doch schon ganz erheblich (Tab. 3). Dies sind –8,8 %. Interessant ist die Tatsache, dass der Stutenbestand um 263 ( - 9,03 %) kleiner geworden ist, aber insgesamt 100 Stuten (+ 7,2%) mehr als im Vorjahr gedeckt wurden. Dies unterstricht die Tendenz, die schon seit langem zu beobachten ist, dass weniger Züchter mit weniger Stuten intensiver arbeiten. Hierbei ist dann vor allem darauf zu achten, dass möglichst nur mit qualitativ besten Stuten gezüchtet wird. Bei der Verteilung der Zuchttiere auf die einzelnen Rassen setzt sich die Entwicklung der letzten Jahre fort.

Erstmals wurden mehr Islandfohlen als Reitponyfohlen (+50) registriert, ebenso wie mehr Islandstuten als Reitponystuten (+21) eingetragen wurden. Tabelle 4 ist die weitere Verteilung der Rassen bei den Fohlen zu entnehmen. Die Haflinger sind weiterhin mit 109 Fohlen die drittstärkste Rasse. Sie stellen damit aber nur noch 8,7 % aller Fohlen. Vor 5 Jahren waren es noch 12,5 %. Addiert man die Fohlenzahlen bei den unterschiedlichen Shetlandponygruppen und den Classic-Ponys kommt man auf erstaunliche 177 Fohlen (14,2 %). Die Rassen Deutsche Reitpony, Islandpferd, Haflinger und die Shetlandgruppen stellen 83,3 % der Fohlen. Auf die übrigen 15 Rassen entfallen die restlichen 16,7 %. Ähnlich ist die Situation wenn man die Zahlen der Stuteneintragung betrachtet. (Tab.5). Die zuvor genannten drei Rassen plus der Shetlandgruppe haben 85,60 % der Stuten gestellt und die restlichen 13 Rassen die verbleibenden 14,4 %. Bei der Zahl der insgesamt im Verband eingetragenen Zuchttiere haben die Deutschen Reitponys mit 839 Vertretern die Nase gegenüber den Islandpferden noch mit 73 Pferden vorne. Im letzten Jahr waren es noch 131. Im Moment ist die Verteilung auf den gesamten Pferdebestand bezogen folgendermaßen:

Deutsches Reitpony = 27,0 %
Islandpferd  = 25,0 %
Haflinger = 13,0 %
Shetlandgruppe = 16,0 %

Diesen vier Gruppen sind ca. 81 % der Zuchttiere zuzuordnen.

Die restlichen 19 % verteilen sich auf 23 weitere Rassen.

Es ist mit Blick in die Zukunft zu hoffen, dass diese Gruppe nicht kleiner wird, denn gerade die Rassenvielfalt macht ja einen Ponyverband und die Ponyzucht an sich erst aus.

Die Vielseitigkeit der Ponys und Kleinpferde muss weiterhin betont und verbreitet werden. Alle möglichen Haltungs- und Nutzungsarten sind mit Ponys und Kleinpferden möglich, ebenso wie es in der Zucht die Möglichkeiten der Leistungszucht oder der Erhaltungszucht als Wahrung eines Kulturgutes gibt. Sportliche sowie gesellschaftliche und kulturelle Bedürfnissee können mit Ponys und Kleinpferden bedient werden. In der technisierten und hektischen Welt eine „Allzweckwaffe“ um die o.g. Bedürfnisse im Einklang mit dem Tier und der Natur zu befriedigen. Ponyzucht wird also auf absehbare Zeit nicht aus der Mode kommen.

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