Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover e.V.
Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover e.V. - Willkommen
Bewegungsstarker Ponyjahrgang überzeugte bei Junghengstkörung in Verden 

Verden (ponyverband-hannover). 51 Hengste sieben verschiedener Rassen
traten am 21. Oktober zur Junghengstkörung 2017 des Verbandes der Ponyund
Kleinpferdezüchter Hannover in Verden an. Davon bekamen 32 Hengste
ein positives Körurteil. Sieger bei den Deutschen Reitponys wurde der Fuchs
Dallmayer v. Dimensional H-FS Don’t Worry aus der Zucht von Hans-Dieter
Tüpker, Westerkappeln. Der Hengst steht im Besitz von Ralf Knauf aus dem
westfälischen Haan.


„2017 hatten wir einen sehr bewegungsstarken Junghengst-Jahrgang und
entsprechend auch überdurchschnittlich viele gekörte Hengste. Durch die Straffung
des Freispringens konnten wir den Zeitplan sehr gut einhalten und so einen
pferdefreundlicheren Ablauf gestalten“, zogen Joachim Völksen (Erster Vorsitzender)
und Volker Hofmeister (Geschäftsführer und Zuchtleiter) des veranstaltenden
Verbandes der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover ein Resümee der Körung.
Nach den Vorauswahlen erhielten 51 Hengste das „Go“ für die Hauptkörung. 44
Körkandidaten traten am Samstag in der Niedersachsenhalle vor die Körkommission,
die 32 junge Vererber für die Zucht zuließ. Ein Welsh A Hengst wurde vorläufig nicht
gekört und darf sich noch einmal bei der Nachkörung zeigen. Ein Deutsches
Reitpony wurde nach dem Springen zurückgezogen. In der hannoverschen
Körkommission vertreten waren: Joachim Völksen (Hannover), Ralf Grober (Bad
Gandersheim), Dr. Elisabeth Jensen (Kiel), Heinfried Simon (Affinghausen) sowie
Volker Hofmeister (Burgdorf). Unterstützt wurden die Zuchtrichter jeweils von den
verschiedenen Rassevertretern des Ponyverbandes Hannover.

In sechs Ringen waren mit 38 zugelassenen Hengsten die Deutschen Reitponys
stärkste Rassegruppe der Körung 2017. Beim Namen des Siegerhengstes kam
einem sofort der Werbeslogan einer Kaffeemarke in den Sinn, der perfekt für den
eleganten Dimension H-Sohn Dallmayer passte: „Vollendet veredelter Spitzen... –
nein nicht Kaffee, sondern Spitzen-Hengst. Mütterlicherseits ist Dallmayer auf FS
Don’t Worry gezogen und springt ein somit ein leistungsgeprägtes Reitpony-Pedigree
mit. „Ein Hengst mit vielen, vielen Vorzügen im Seitenbild. Tolle Reitpferdepoints und
ganz viel Linie. Er ist harmonisch aufgemacht und trabt jedes Mal im bergauf mit
kräftig abfußender Hinterhand. 
 

 

 

Man kann sich jetzt schon gut vorstellen, wie er sich unter dem Sattel anfühlen wird.
Der Galopp ist immer auf dem inneren Hinterbein nach oben gesprungen. Der Schritt
ist überragend. Besonders erwähnenswert ist sein Charakter: Er war nicht einmal
nervös, hatte immer die Übersicht und präsentierte sich mit großer innerer Ruhe“, so
Volker Hofmeister in seinem Richterspruch. Der Reitpony-Siegerhengst Dallmayer
(Züchter: Hans-Dieter Tüpker, Westerkappeln; Besitzer: Ralf Knauf, Haan) wurde mit
der FN-Medaille in Gold ausgezeichnet.

Der erste Reservesieg ging an den von Ingrid Schmidt (Soest) gezogenen braunen
Sohn von D-Day AT-Classic Dancer, der im Besitz von Adolf-Theo Schurf aus
Bedburg steht. Despacito AT, der aus einer klassischen Dressur-Linie stammt,
überzeugte die Kommission über der Sprungreihe mit seiner Gleichmäßigkeit im
Ablauf. So durfte er auch den Springsieger-Pokal mit nach Hause nehmen. „Ein
modernes Reitpony mit allen Vorzügen, das sich in seiner Trabarbeit hervorragend
trägt. Auch das Springen und der Galopp sind hervorzuheben. In allen
Grundgangarten zeigt der Hengst sich über dem Durchschnitt. Beim Springen ist ein
Sprung wie der andere: gleichmäßig, vorsichtig und überzeugend“, so Despacito
AT’s Richterspruch, der bei der Siegerehrung natürlich vom gleichnamigen
Sommerhit 2017 passend untermalt wurde. Er bekam die FN-Medaille in Silber.

Als zweiten Reservesieger kürten die Zuchtrichter im Endring aus neun Hengsten
den Dunkelbraunen Vapiano v. Valido’s Highlight-Nabucco R, der von Mareike
Teeken aus Mettingen gezogen wurde und im Besitz von Mila Liesenfeld aus
rheinland-pfälzischen Emmelshausen steht. Sein Richterspruch lautete: „Ein edler
Hengst, sehr schön im Typ aufgemacht mit vielen Reitpferdepoints. Im Trab zeigte er
sich sehr leichtfüßig mit gut abfußendem Hinterbein, welches stets den Schwerpunkt
sucht. Die Galoppade ist aktiv bergauf gesprungen. Auch hier ist die Hinterhand das
ausschlaggebende Moment.“

In den Endring der besten Reitpony-Hengste, die alle eine
Prämienhengstanwartschaft bekamen, schafften es auch: Delrouval SG v-
Cocktailzauber aus der Zucht und im Besitz von Sandra Gasper, Cappeln; ein
brauner Hengst v. Da Vinci HS (Z. u. B.: Katarina Tünemann-Rohlfing, Wagenfeld);
Dito v. D-Day AT aus der Zucht von Martina Laufmöller, Ostbevern, und im Besitz
von Adolf-Theo Schurf, Bedburg; Purioso v. Principal Boy (Z.: Wilhelm Gößling,
Melle, Besitzer: Lenert Busch, Stadland), Reitland’s Opium v. High Flow’s Oxford aus
der Zucht und im Besitz von Lenert Busch, Stadland, sowie Eckholt’s Macan, der aus
Welsh-Hengst The Braes My Mobility und einer Hannoveraner Mutter v. Fürst
Nymphenburg (Z. u. B.: Familie Büscherhoff, Seeth-Eckholt) gezogen wurde.

Weitere Auszeichnungen gab es für die Siegerhengste anderer Rassen. Bei den
Mini-Shetland Hengste überzeugte in ganzer Linie als Sieger- und Prämienhengst
der Fuchsschecke Golden Theo B von Birchwood Golden Top aus der Zucht und im
Besitz von Heinfried Backhaus, Marklohe: „Ein typvoller Hengst mit viel Rumpftiefe
und korrektem Bewegungsapparat, der hier direkt als Prämienhengst ausgezeichnet
wurde.“ Golden Theo B bekam außerdem die Silberne Plakette der
Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Bei den Shetlandponyhengsten ging der
Sieg an den Rappen Giersberg’s Yukon v. Yelmer aus der Zucht und im Besitz von
Hinrich Hashagen, Langwedel-Etelsen. Der Richterspruch für den kleinen Charmeur
in nachtschwarzer Jacke lautete: „Ein herausragendes Original-Shetlandpony mit
ausgeprägtem Geschlechtstyp und gleichmäßig guten Grundgangarten.“ Yukon
wurde mit der Goldenen Plakette der Landwirtschaftskammer ausgezeichnet.

Für den niederländisch gezogenen Siegerhengst Welsh B, Rondo’s George Clooney
v. Nilanthoeve’s Zippo, der im Besitz von Bettina und Norbert Büscherhoff aus Seeth-
Eckholt steht, gab es FN-Medaille in Silber: „Ein Hengst mit deutlichen Attributen
seiner Rasse, mit durchgängig gutem Körperbau und gleichmäßiger
Sportveranlagung“. Der Palomino wurde mit dem Pokal für den besten Springhengst
der „native“ gezogenen Rassen geehrt.

Der nur 1,17 Meter Stockmaß kleine, in Schweden gezogene New Forest
Siegerhengst Idyllens Ängland v. Burley Top Soldier (Besitzer: Raymond Kamphuis,
NL), dem die Zuchtrichter ein leichtfüßig-elegantes Traben und eine gleichmäßige
Springveranlagung bescheinigten, erhielt die FN-Medaille in Silber. Die Bronzene
Plakette der Landwirtschaftskammer ging an den Siegerhengst bei den Veredlern,
Feuerwerk v. For Romancier I aus der Zucht von Frank Jänicke, Rietz-Neudorf und
im Besitz von Gabriele Heemsoth, Verden. Die Richter vergaben außerdem die
Prämienhengstanwartschaft an den 1,58 Meter großen Feuerwerk: „Ein hochnobles
Reitpferd mit elastisch-rhythmischem Trab sowie einer energischen und deutlich
durch den ganzen Körper gezeigten Bewegung.“

Die Zuchtgemeinschaft Osterkamp/ Kristinsson aus Bad Münder wurde als
erfolgreicher Beschicker der Junghengstkörung 2017 mit dem den Preis "Für
besondere Erfolge auf der Junghengstkörung" ausgezeichnet. Elke Osterkamp ist
seit 1989 Mitglied im Verband, Delegierte des Bezirksvereins Hannover und kann
sieben selbstgezogene Islandhengste verzeichnen, darunter gleich zwei im Jahr
2017. Der Heinrich-Lampe-Gedächtnispreis 2017 wurde an den Züchter des besten
dreijährigen Ponys (höchste Wertnote) auf dem Landeschampionat für
Hannoversche Reitponys vergeben: In diesem Jahr siegte Dexter McDougle v.
Dimension AT-FS Dior de Luxe aus der Zucht von Wolfgang Seggebruch, Meerbeck,
der seit 1985 Mitglied im Verband ist.

Tina Pantel 
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Tel. (0 51 36) 97 03 90-3, Fax -97 04 53-4
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